Fachgruppen

Fachgruppen

In unserem Verein gibt es derzeit folgende Fachgruppen:

Arbeitskreis: Webereien, die mit Menschen mit Behinderung arbeiten

 

Treffen Neu Neetze 2018

Einmal jährlich treffen sich WeberInnen aus ganz Deutschland, die mit Menschen mit besonderem Hilfebedarf arbeiten, reihum in einer der Werkstätten zum Austausch. Wir erörtern gemeinsame Themen, schauen über den eigenen Webstuhl hinaus und kehren jedes Mal neu impulsiert und erfüllt nach Hause zurück. Meistens ergibt sich währenddessen das Thema für’s folgende Treffen.
Dauerthema ist Austausch v. Garnquellen u. Qualitätsmerkmale. Es gibt Sammelbestellungen für verschiedene Garne.

In diesem Jahr trafen sich 15 Weberinnen aus 10 Einrichtungen am 19/20. Oktober zunächst am Birkenhof in Neu Neetze.
Nach dem ersten Austausch beim vielfältig-reichhaltig -köstlichen Ankommensfrühstück führte uns der Weg über das freizügige Gelände des Birkenhofs zur Weberei , die uns mit ihren nahezu 20 Webplätzen anschaulich machte, wie vielfältig unser Handwerk eingesetzt werden kann.

So waren wir gleich mitten in unserem Thema :
Fördermöglichkeiten in den Werkstätten / Ideen-Konzepte- Möglichkeiten
Wie können wir die vielfältigen Möglichkeiten, die der Webvorgang & die unterschiedlichen Webstühle bieten, einsetzen ?
Welche Beschäftigungen finden wir , die vorhandene „Defizite“ überwinden helfen oder körperliche Fehlhaltungen ausgleichen können?
Wie führen wir junge Menschen, die von der Schule zu uns kommen schrittweise in die Arbeitsprozesse ein ?
Welche sinnstiftenden Tätigkeiten finden wir für ältere oder schwache Menschen ?

Zu diesen und weiteren Fragen tauschten wir uns sehr offen, praxisnah und lebendig aus und trugen so einen reichen Erfahrungsschatz zusammen, aus dem alle auch Neues mitnehmen konnten. Neben Ideen und Erfahrungen tauschten wir auch Material, Zubehör u. mitgebrachtes Anschauungsmaterial aus.

Zur Abrundung des Tages führte Christina Hofmann alle Stadtneugierigen noch durch Lüneburgs liebenswerte Altstadt.
Am Sonntag waren wir in Ahrensburg im Siedlungsprojekt Allmende, in der Textilwerkstatt der Hermann Jülich Werkgemeinschaft e.V. zu Gast , einer jungen, lebendigen und inklusiven Weberei. Die Weitgereisten machten sich danach auf den Heimweg, die anderen schauten sich in Torsmoerk noch eine weitere Weberei an.

Angeregt durch diese 2 Tage der Begegnung und der Beschäftigung mit den Fragen rund um die förderlichen Aspekte des Webens arbeiten wir nun mit wacherem Blick in unseren Werkstätten und freuen uns auf das Treffen im nächsten Jahr im Juni/Juli in Bingenheim/Echzell zum Thema : Vernetzung/Präsentation

Wir freuen uns über jeden weiteren Farbtupfer in unserer bunten Runde!

Kontaktadresse : Iris Müller rehagmbh Kunst & Handwerk, Bildstockerstr.6
66538 Neunkirchen 0761 /93621629 webennk@rehagmbh.de

 

Treffen 2018

Bericht vom Treffen 2017

Im Juni 2017 war es mal wieder soweit: das diesjährige Treffen stand an und wir sind auf Einladung der Werkstätten am Bodensee in die Region gereist. Die Camphill Werkstätten Lehenhof machten den Anfang und zeigten neben der Weberei auch die Färberei. In der Weberei der Dorfgemeinschaft in Lautenbach ging die Besichtigung und der Austausch weiter. Am nächsten Tag stand noch die Weberei der Schule am Föhrenbühl und die Weberei in den Camphill Werkstätten Hermannsberg auf dem Programm. Beim inhaltlichen Austausch ging es um gemeinsamen Einkauf, Etiketten und die Bedarfsständeverordnung, bzw. die gesetzlichen Grundlagen für den Verkauf und die Auszeichnung von Textilien.

Zur nächsten Tagung der Arbeitsgruppe lädt der Birkenhof 2018 nach Norden ein.

Alle Werkstätten, die in den Verteiler möchten, melden sich bitte bei

Iris Müller, rehagmbh, Kunst & Handwerk

Bildstockerstr.6

66538 Neunkirchen

Telefon: 06 81/ 9 36 21 629

webennk@rehagmbh.de

Seit fünf Jahren treffen wir uns, aus ganz Deutschland kommend, einmal im Jahr zu einem intensiven Arbeitswochenende, so auch Mitte März dieses Jahres in Lauterbach in Hessen.

Wir haben eine Sammlung von Anleitungen Einfach Weben aufgebaut, beschäftigen uns einen Vormittag lang ausführlich mit pädagogischen Themen und probieren Anleitungen und neue Techniken aus.

Dabei spielt immer das Warum unseres Tuns eine große Rolle. Die Fragen: „Was passiert mit mir, mit meinem Körper, mit meinen Bewegungen, während ich z. B. ein Band webe?“ Das zu beobachten finden wir sehr spannend und wichtig, da eine gesunde Entwicklung der Bewegungsfähigeit und Koordination heute nicht mehr selbstverständlich sind. Heute müssen Räume und Möglichkeiten dafür bewusst geschaffen werden. So möchten wir insbesondere Pädagogen, Lehrer, Mitarbeiter in Kindertagesstätten, Ergotherapeuten, Altenpfleger, sprich Multiplikatoren, die mit Menschen arbeiten, erreichen. In diesen Bereichen kann Einfach Weben ein Baustein zur Entwicklung des menschlichen Bewegungsapparates sein, zur Unterstützung in der Therapie und als niedrigschwelliger Einstieg in das Handwerk Weben.

Zudem geben wir unsere Kenntnisse weiter auf Messen wie der „Spiel-Idee“ in Rostock oder der „TextileArt“ in Berlin, bei Workshops wie im letzten Jahr in Oederan und Haslach und auf dem Tag des alten Handwerks in Celle. Auch auf der Fachtagung in Kukate werden wir unsere Arbeit vorstellen.

In naher Zukunft wird die Sammlung Einfach Weben hier auf der Homepage von Weben+ veröffentlicht und für alle zugänglich sein.

Bei Fragen und Anregungen kann sich gewendet werden an Silke Schnau, silke.schnau@t-online.de. Es können auf Wunsch Anleitungen im PDF-Format versendet werden.

Bindungen oder: Gibt es ein Weben nach dem Köper?

„www – wir weben weiter“ Unter diesem Motto hatte sich eine Gruppe von WeberInnen einmal im Jahr getroffen, um an einem Thema in Theorie und Praxis zusammenzuarbeiten. Nach einer Pause von ca. zwei Jahren wird es nun in einer neuen Besetzung weitergehen.
„Angewebt“ wurde die Gruppe auf der Fachtagung im September 2011. Gut versteckt hinter dem Workshop-Titel „www oder: Gibt es ein Weben nach dem Köper?“ haben sich 5 Weberinnen getroffen, um neue Möglichkeiten jenseits der bekannten Bindungen zu entdecken und diese gemeinsam zu erarbeiten, beginnend mit der Theorie, um sie dann in persönliche, vielfältige Gewebe umzusetzen. Dazu wollen wir uns zwei Mal im Jahr treffen.
Am ersten Termin (ein Wochenende) werden wir das Thema theoretisch erarbeiten. Dafür wird jede schon vor dem Treffen Literatursuche und -studie betreiben. Das Wochenende ist hauptsächlich zum Zusammentragen und gemeinsamen Weiterdenken gedacht. Wenn es die Zeit zulässt, soll aber auch schon mal eine Probe gewebt werden, damit man den Unterschied zwischen „Kästchen auf dem Papier“ und „Fäden im Gewebe“ erkennen kann.
Dann darf das Thema über den Winter bei allen im Kopf weiterarbeiten und es ist genügend Zeit, um Proben auf dem Musterwebstuhl zu weben und so weiter die Möglichkeiten der Bindung zu erforschen.
Im Frühjahr treffen wir uns dann (3-4 Tage) auf dem Werkhof in Kukate, um die Ergebnisse zu vergleichen und dann zu entscheiden, welche Gewebe wir in der Werkstatt auf den großen Webstühlen gemeinsam weben wollen.
Als erstes habe wir uns das Thema Trikot-Bindung ausgewählt, weil es eine Bindung ist, von der noch niemand in der Gruppe bisher etwas gehört hatte 😉

Kontakt: Kristine Vilter, email: ag@feine-gewebe.de