Nachfolgerin gesucht!

Nachfolgerin gesucht! Ein Aufruf von Uschi Schwierske

Seit 2008 bin ich beim SES-Bonn (www.ses-bonn.de) als Webexpertin registriert. Ich hatte Einsätze in Nepal, in Sierra Leone in Tansania und in Marokko.

Ja, auf diese Art lerne ich doch noch die Welt kennen. Ich träumte als junger Mensch schon über den Einsatz als Entwicklungshelferin, aber dann war da mein Sport, mein Mann, das Lehramt, Haus und Garten also blieb es ein Traum.

Später nach dem Ende meiner sportlichen Laufbahn kam dann das Weberhandwerk dazu. Gerade dieses ermöglichte mir die Registrierung beim SES-Bonn. Sie suchten dringend Handwerker, möglichst im Seniorenalter (damals noch, heute ist das nicht mehr zwingend). Das erfuhr ich über einen Golfpartner meines Mannes, der bis zu seinem 80.sten Lebensalter als textil Designer überall in der Welt im Einsatz war.

Ich suchte gleich nach der Internetseite www.ses-bonn.de und war begeistert. Ich hatte die Chance mit meinen Kenntnissen das Weberhandwerk in der Welt zu vertreten und so Länder und Menschen kennen zu lernen. Mein Profil war fix erstellt.

Ein Einsatz funktioniert prinzipiell in folgender Weise: Ein Betrieb, eine Schule oder auch eine NGO (Nichtregierungsorganisation) fragt nach Experten beim SES-Bonn. Dort wird zuerst die Person befragt, deren Profil zutreffen würde. Nach vorläufiger Zusage wird das Profil den Anfragenden gemailt und dann geht alles seinen formellen Gang. Es kommt eine Einsatzformulierung, das Profil des Auftragsgebers und Reisezeiten werden abgesprochen.

Der SES bezahlt die Reisekosten bis ins Einsatzland, die Auslandskranken- und Reiseversicherung, Visakosten und evtl. benötigte Impfkosten. Der Auftraggeber zahlt Kost und Logis, sämtliche Transporte zum Einsatz vor Ort und ein Taschengeld (z.Z. 6€ /Tag).

Die Unterbringung im Gästehaus oder Hotel wird sichergestellt, ebenso die Abholung vom Flughafen. Kontaktpersonen wurden benannt. In den meisten Ländern arbeitet ein Beauftragter des SES.

In den letzten 2 Jahren war es so, dass gleichzeitig, am gleichen Ort 2 Experten unterschiedlicher Gewerke im Einsatz waren. Das erleichterte alles ungemein, vor allem meine schlechten Sprachkenntnisse.

Ich habe bisher immer Tagebuch geführt und dadurch auch ab und zu einen Artikel in der AZ-Uelzen oder in der Zeitschrift „Barftgaans“ Uelzen( noch nachzulesen unter http://www.barftgaans.de/reportagen/rosengang-erobert-afrika) und in der Zeitschrift „weben+“ Heft Nr. 27 .

Ich hoffe, ich habe Euch WeberkollegInnen animiert ebenso diesen Weg einzuschlagen. Es wird in vielen Ländern gewebt, manche der Kenntnisse und Fertigkeiten sind verschüttet. Es wird Fortbildung in der Bindungslehre angefragt, oder auch eine grundsätzliche Schulung am Webstuhl. Es ist immer wieder eine neue Herausforderung für mich, weil ich nie genau weiß, was mich vor Ort erwartet.

In Tansania war ich zweimal, die Arbeit an Kontermarschwebstühlen und eine Einführung in die Bindungslehre (Patronierung) sowie neue Muster waren erfragt. Die damalige WFTO-Beauftragte für ganz Ostafrika ist eine Deutsche, die mit einem Tansanier verheiratet ist. Sie hatte mich um den Einsatz gebeten. Die Ergebnisse haben sogar beim zuständigen Ministerium Eindruck gemacht, so dass nun die Einrichtung einer Webschule im Gespräch ist. Das ist ein toller Erfolg für unsere Arbeit. Sie muss fortgeführt werden. Ich will gerne in diesem Jahr loslegen.

Aber dann? Wer führt meine Arbeit fort?

Ich hoffe sehr auf Eure zukünftige Unterstützung. Es lohnt sich, das Weberhandwerk in die Welt zu tragen und dabei Menschen und Länder kennen zu lernen.

Fragen beantworte ich gern unter 05802 4875 oder per Mail: uschw32@gmail.com